Von Marius Jost www.mathe-nachhilfe-frankfurt.de
Motivation - woher nehmen und nicht stehlen?
Es ist so leicht daher gesagt. "Motivation ist alles." Dabei muss man erst einmal motiviert sein! Besonders für Mathe.. Wann aber bist Du motiviert? Was genau motiviert Dich überhaupt? "Was, wir hatten grad Ferien, ich mach jetzt erst mal gar nix!", sagte ein Schüler als es nach den Ferien um ein Referat ging. Der Lehrer meinte er sollte eines schreiben, um seine Note aufzupolieren. Er war nicht so ganz motiviert. Verständlich, kurz nach den Ferien.
Wann aber machst Du gerne was für Dich?
Diese und weitere tiefgründige "Kernfragen des Lebens" kann man bis ins Nirvana zerreden. Fakt ist auf jeden Fall, dass wir alle viel aufnahmefähiger sind, wenn das, was wir lernen, auch
für uns persönlich interessant ist. Viele Wissenschaftler haben sich darüber für uns bereits den Kopf zerbrochen. Jede Menge Hausarbeiten und Referate wurden schon dazu geschrieben.
Wenn man auf ein Ziel hinarbeitet, das man sich selbst ausgesucht hat, weiß man auch, warum man sich hier und da mal für etwas richtig Mühe geben muss. Kurz gesagt: Man ist dann motiviert, wenn man seine eigenen Ziele und Wünsche gut kennt und versteht.
Ich habe einen Praxistipp für Dich
Du kannst ihn in drei Schritten umsetzen:
Überdenke einmal, ganz losgelöst und unabhängig von der Schule und allen Verpflichtungen, was Dein ganz eigenes Ziel wäre, wenn Du mühelos alles erreichen könntest, was Du nur willst.
Konkreter gesagt: Nehme Dir einmal zehn Minuten Zeit, am besten vielleicht einmal wenn niemand stört, und überlege, aus dem Bauch heraus,
a) Was Du einmal sein willst (damit meine ich nicht unbedingt Deinen späteren Beruf),
b) Was Du einmal können willst, und
c) Was Du einmal haben willst.*
Dir ist gerade das Haus am Meer durch den Kopf geblitzt? Nicht mogeln, sondern aufschreiben! Du hattest gerade diesen Gedanken, weltberühmt zu sein? Dann darfst Du dies nicht einfach verwerfen, sondern solltest dies unter "Was will ich einmal SEIN will" aufschreiben.
Was macht man nun mit diesen Punkten?
Ich kann Dir jetzt schon verraten, dass es sehr gut für Dich sein wird, Dich immer wieder einmal kritisch mit ihnen zu beschäftigen. Willst Du die Punkte vielleicht teilweise ändern, wenn Du nach vier Wochen nochmal alles überdenkst? Das ist gut! Festzuhalten, was sich geändert hat, und warum, wäre sogar noch besser.
Es ist keine Spinnerei, sich mit den eigenen möglichen Zielen zu beschäftigen, denn viele Elemente oder Aspekte der eigenen Träume und Ziele, auch wenn sie unerreichbar scheinen, enthalten sehr wichtige, wertvolle Informationen über das, was und gut tut und was unsere Stärken sein könnten. Viele bekannte Menschen, die in Ihrem Leben große Erfolge hatten, haben eines gemeinsam: Sie haben den Mut, sich ihre eigenen Ziele und Träume bewusst zu machen und über die Umsetzungs-Möglichkeiten nachzudenken.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du konkret Deine Ziele aufschreiben, überdenken und analysieren kannst. Entweder, Du denkst und "planst" in einer kurzen Frist von ca. einem halben Jahr, oder aber Du nimmst all Deinen Mut zusammen und beziehst alle Überlegungen auf einen langen Zeithorizont von mehreren Jahren.
Beide Ansätze haben jeweils für sich gesehen einen großen Wert. Sie können von einander unabhängig angewandt werden. Ich will für Dich und für den Anfang aber nur einmal die einfachere Variante erklären. Sie bezieht Ziele und Wünsche auf eine eher kurze Frist von einem halben Jahr.
Nimm Deine Liste mit dem, was Du in einem halben Jahr sein willst, können willst und haben willst, und nehme sie gnadenlos auseinander:
a) Was davon kannst du auch wirklich in einem halben Jahr erreichen?
b) Was brauchst du, um es zu erreichen?
c) Sind es zu viele Aspekte? Vielleicht sollten es pro Bereich (Sein, haben, können) nur jeweils zwei Punkte sein.
*Angelehnt an Tim Ferris: "The four hour work-week", Crown Publishers, London
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