Von Marius Jost
Eine peinliche PR-Campagne nennen die einen die Initiative von Frau von der Leyen. Eine gut gemeinte, aber etwas weltfremde Idee scheint das Bildungspaket für die anderen zu sein. "Wirklich gut ist an der ganzen Sache eigentlich gar nichts", kommentiert Marius Jost von akutibu private Bildung. "Die paar Euro im Monat bringen den Familien auch nicht viel. Wie viele Nachhifestunden man wohl für 10 Euro im Monat bekommt?"
Anstatt die bereits vorhandene Infrastruktur an Schulen und sozialen Einrichtungen systematisch auszubauen, um so Kindern aus armen Familien ein "Teilhaben" zu ermöglichen, hat die Regierung lieber ein umständliches Antragsverfahren für ein paar zusätzliche Euro ins Leben gerufen. "Man hat ein Flickwerk auf den kaputten Fahrradschlauch geklebt anstatt endlich einmal das Fahrrad zu reparieren."
Nach wie vor fallen zu viele Stunden an deutschen Schulen aus, sogar in den Hauptfächern wie Englisch, Mathe und Deutsch. Hier muss zu aller erst eine deutliche Verbesserung erfolgen. Subventionierte Mahlzeiten an Schulen und mehr qualitativ hochwertige Ganztagsangebote sind in Deutschland ohnehin kaum zu finden. Gerade dies aber hilft vielen Familien, wie in anderen Ländern zu sehen, Berufstätigkeit und Familie unter einen Hut zu bekommen.
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